Worauf solltest du bei der Wahl von Whey Protein achten?

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Whey Protein ist eines der meistgenutzten Proteinpulver, doch Whey ist nicht gleich Whey. Der Unterschied liegt meist nicht im Eiweiß selbst, sondern in dem, was drumherum zugesetzt wurde. Hier liest du, was Whey genau ist und worauf du bei der Wahl eines Pulvers achten solltest.

Was ist Whey Protein?

Whey Protein, auf Deutsch auch Molkenprotein oder Molkeneiweiß genannt, ist das Eiweiß, das bei der Käseherstellung übrig bleibt. Wenn Milch gerinnt, trennt sie sich in eine feste Käsemasse und einen flüssigen Teil (die Molke). Aus dieser Molke wird das Eiweiß gefiltert und zu Pulver getrocknet.

Molke enthält neben Eiweiß auch Milchzucker (Laktose) und kaum Fett. Whey gibt es in drei Formen: Konzentrat (die häufigste Form), Isolat (weiter gefiltert, mit weniger Laktose und Fett) und Hydrolysat (vorgespaltenes Eiweiß, das sich schneller löst). Möchtest du tiefer einsteigen, lies, warum Whey Protein sinnvoll ist und was es bewirkt.

Worauf kommt es bei der Wahl von Whey Protein an?

Schau als Erstes auf die Zutatenliste. Je kürzer die Liste, desto weniger wurde neben dem Eiweiß zugesetzt, etwa Zucker, Süßstoffe, Aromen und Verdickungsmittel.

Ein Proteinpulver kann aus einer einzigen Zutat bestehen (nur Whey) oder aus einer Liste von zehn oder mehr. Beide können gute Pulver sein, der Unterschied liegt vor allem darin, wie viel du selbst über den Inhalt wissen möchtest. Eine kurze Liste zeigt auf einen Blick, was du zu dir nimmst. Achte außerdem auf:

  • Proteingehalt pro Portion: Wie viel Gramm Eiweiß ein Messlöffel liefert, steht in der Nährwerttabelle. Die meisten Pulver liegen zwischen 70 und 85 Prozent Eiweiß.
  • Zusatzstoffe: Sind Zucker, Süßstoffe, Aromen, Farbstoffe oder Füllstoffe zugesetzt, und möchtest du das überhaupt?
  • Allergene: Enthält ein Pulver Soja(-Lecithin) oder Gluten, muss das auf dem Etikett stehen. Praktisch, wenn du darauf achten musst.
  • Herkunft: Manche Marken geben an, ob die Milch von grasgefütterten Kühen stammt oder bio-zertifiziert ist.

Welche Zusatzstoffe kommen in Whey Protein vor?

Die häufigsten Zusatzstoffe sind Süßstoffe, Aromen und Verdickungsmittel. Sie werden zugesetzt, um Geschmack, Süße, Löslichkeit oder Textur zu verbessern, nicht um den Proteingehalt zu erhöhen.

Häufig findest du unter anderem:

  • Zucker und Süßstoffe: von normalem Zucker bis zu künstlichen Süßstoffen wie Aspartam, Sucralose und Acesulfam-K.
  • Aromen und Farbstoffe: für Geschmacks- und Farbvarianten wie Schokolade oder Vanille.
  • Verdickungsmittel und Emulgatoren: wie Xanthan oder Sojalecithin, damit sich das Pulver besser löst.
  • Füllstoffe: die das Volumen auffüllen, ohne Eiweiß beizutragen.

Ob du diese Zusatzstoffe möchtest, ist eine persönliche Entscheidung. Wer genau wissen will, was im Pulver steckt, wählt oft eine möglichst kurze Zutatenliste.

Whey neutral oder mit Geschmack: Was ist der Unterschied?

Der Unterschied liegt vor allem in den Zusatzstoffen. Neutrales Whey enthält keine zugesetzten Geschmacks- und Süßstoffe, während Geschmacksvarianten wie Kakao oder Vanille Aromen und meist einen Süßstoff enthalten.

Neutrales Pulver hat einen milden, leicht cremigen Geschmack und lässt sich zum Beispiel gut in einen Smoothie, Haferbrei oder Joghurt einrühren, wobei es den Geschmack deines Gerichts annimmt. Möchtest du lieber einen fertig abgeschmeckten Shake mit Wasser oder Milch, liegt eine Geschmacksvariante näher. Beim Eiweiß nehmen sich beide nichts, es ist eine Frage der Vorliebe und der Zusatzstoffe, die du dabei möchtest.

Wofür ist Whey Protein gut?

Whey ist vor allem reich an Eiweiß. Proteine tragen zu einer Zunahme an Muskelmasse bei und Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Whey ist damit eine einfache Möglichkeit, deine tägliche Eiweißzufuhr zu ergänzen.

Wie viel Eiweiß du brauchst, hängt von deinem Gewicht, deinem Alter und davon ab, wie viel du dich bewegst. Deckst du deinen Bedarf bereits gut über die Ernährung, brauchst du kein Pulver. Kommst du nicht auf diese Menge oder soll es unkompliziert sein, ist ein Messlöffel Whey eine praktische Ergänzung zu Mahlzeiten oder nach dem Sport. Mehr dazu liest du in den Artikeln Wie viel Eiweiß brauchst du pro Tag? und Die Vorteile von Proteinpulver.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Whey-Konzentrat und Whey-Isolat?

Konzentrat ist die am wenigsten verarbeitete Form und enthält neben Eiweiß noch etwas Laktose und Fett. Isolat wird weiter gefiltert und hat dadurch einen höheren Proteinanteil und weniger Laktose und Fett.

Enthält Whey Protein Laktose?

Ja, Whey wird aus Milch gewonnen und enthält daher Milchzucker (Laktose). Konzentrat enthält mehr davon als Isolat, das weiter gefiltert wurde und in dem daher weniger Laktose zurückbleibt.

Woran erkennst du eine kurze Zutatenliste?

Dreh die Verpackung um und lies die Zutaten. Steht dort vor allem „Molkenprotein“ oder „Molkenproteinkonzentrat“ und sonst wenig, ist die Liste kurz. Eine Reihe von Süßstoffen, Aromen und Verdickungsmitteln macht die Liste länger.

Ist Whey mit Geschmack weniger rein als neutrales Whey?

Nicht weniger rein, aber anders zusammengesetzt: Geschmacksvarianten enthalten Aromen und Süßstoffe, neutrales Whey nicht. Was zu dir passt, hängt von deiner Vorliebe ab und davon, wie viele Zusatzstoffe du möchtest.

Suchst du ein Whey mit kurzer Zutatenliste, ist unser neutrales Bio Whey Protein ein guter Startpunkt: bio-zertifiziert, von grasgefütterten Kühen und ohne unnötige Zusatzstoffe. Lieber eine Geschmacksvariante, oder möchtest du erst vergleichen? Dann sieh dir das gesamte Whey-Sortiment an.

Über den Autor

Lars Blom

Lars Blom ist Spezialist für Nahrungsergänzungsmittel und Gründer von Ekopura, einem niederländischen Familienunternehmen, das sich auf nachhaltige, biologische und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert hat. Seit 2015 ist er täglich an der Entwicklung, Zusammensetzung und Qualitätskontrolle von Nahrungsergänzungsmitteln beteiligt.

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