Was ist Clean Eating? Bedeutung, Beispiele und Tipps

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Wat is Clean Eating en hoe pas je het toe

Clean Eating taucht seit Jahren in Ernährungsblogs und in den sozialen Medien auf, aber der Kern ist nüchterner, als der Hype vermuten lässt: Iss vor allem Lebensmittel, die so wenig wie möglich verarbeitet sind. In diesem Artikel erklären wir dir, was Clean Eating genau bedeutet, was dazugehört und was nicht, wie du damit anfängst und wo du es besser nicht übertreibst.

Was ist Clean Eating?

Clean Eating (wörtlich: sauberes Essen) ist eine Ernährungsweise, bei der unverarbeitete und minimal verarbeitete Lebensmittel die Grundlage bilden: Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Eier, Fisch und unverarbeitetes Fleisch. Stark verarbeitete Produkte mit zugesetztem Zucker, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen lässt du so weit wie möglich stehen.

Gut zu wissen: Clean Eating ist kein geschützter oder wissenschaftlich festgelegter Begriff. In der Ernährungsforschung wird der Verarbeitungsgrad meist mit der NOVA-Klassifikation beschrieben, die Lebensmittel von unverarbeitet (Gruppe 1) bis ultrahoch verarbeitet (Gruppe 4) einteilt. In der Praxis bedeutet Clean Eating: viel aus den Gruppen 1 und 2 und wenig aus Gruppe 4. Das passt gut zu dem, was offizielle Empfehlungen wie die der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) schon seit Langem raten.

Ist Clean Eating eine Diät?

Nein. Clean Eating ist keine Diät mit Kalorienregeln oder verbotenen Lebensmittelgruppen, sondern eine Art, Lebensmittel auszuwählen: Du ersetzt stark verarbeitete Produkte durch unverarbeitete Varianten. Du zählst keine Kalorien und streichst keine Makronährstoffe wie Fette oder Kohlenhydrate.

In einer vollwertigen Ernährung bleiben Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe alle notwendig; bei Clean Eating geht es nur um die Form, in der du sie zu dir nimmst. Wer auf Englisch nach „clean eating diet“ oder „eat clean“ sucht, stößt oft auf strenge Regeln und Verbotslisten. Da eine offizielle Definition fehlt, solltest du sie aber nicht zu ernst nehmen.

Was zählt als Clean Food und was nicht?

Die Faustregel für Clean Food: Je kürzer und bekannter die Zutatenliste, desto besser passt es. Ein Apfel, eine Tüte Tiefkühlspinat oder ein Glas Linsen sind clean; ein Fertiggericht mit zwanzig Zutaten, von denen du die Hälfte nicht aussprechen kannst, ist es nicht.

Passt gut zu Clean Eating Lieber einschränken
Obst und Gemüse (frisch oder tiefgekühlt) Limonade, Fruchtsaft und gesüßte Milchgetränke
Vollkorngetreide: Haferflocken, Dinkel, Roggen, Naturreis, Vollkornnudeln Weißbrot, Kekse, Süßigkeiten und Gebäck
Hülsenfrüchte, Samen und ungeröstete, ungesalzene Nüsse Chips und andere stark verarbeitete Snacks
Eier, Fisch und unverarbeitetes mageres Fleisch Verarbeitete Fleischwaren mit zugesetztem Salz und Zucker
Naturbelassene Milchprodukte und ungesüßte pflanzliche Milch Trinkjoghurt, Knuspermüsli und Dressings mit viel zugesetztem Zucker
Olivenöl, frische Kräuter und Gewürze Fertigsaucen und -suppen mit langen Zutatenlisten

Achte auf Verpackungen, die sich selbst „clean“, „pur“ oder „natürlich“ nennen: Das sind Marketingbegriffe, keine Garantien. Erst die Zutatenliste zeigt, was wirklich drin ist. Und so natürlich Honig oder Kokosblütenzucker auch klingen mögen: Für deinen Körper sind sie einfach Zucker. Wie viel Zucker unbemerkt in Alltagsprodukten steckt, liest du in Isst du zu viel Zucker?.

Wie fängst du mit Clean Eating an?

Fang klein an und steigere dich langsam: Wer in einer Woche den ganzen Küchenschrank umkrempelt, hält es selten durch. Diese fünf Schritte funktionieren in der Praxis am besten.

  1. Lies die Zutatenlisten. Die bekannte Regel „maximal fünf Zutaten“ ist eine praktische Faustregel, kein Gesetz. Achte vor allem darauf, ob du erkennst, was drin ist, und ob Zucker, Salz oder Zusatzstoffe hinzugefügt wurden, die nicht nötig sind.
  2. Ersetze zuerst deine Getränke. Wasser, Tee und schwarzer Kaffee statt Limonade und Saft aus der Packung. Der einfachste Schritt: So nimmst du sofort weniger zugesetzten Zucker zu dir.
  3. Koch öfter selbst. Wer seine Mahlzeit selbst zusammenstellt, weiß genau, was drin ist. Ein paar feste Grundrezepte halten das auch an hektischen Tagen machbar.
  4. Tausche pro Woche ein Produkt. Weißer Reis gegen Naturreis, Knuspermüsli gegen Haferflocken, gesüßter Joghurt gegen Naturjoghurt mit frischem Obst. Kleine Schritte hält man leichter durch.
  5. Variiere mit Würzmitteln. Frische Chilis, Knoblauch, Ingwer, Zitrone, frische Kräuter und Gewürze bringen Geschmack ohne Zusätze, damit unverarbeitetes Essen nicht eintönig wird.

Wie sieht ein Tag Clean Eating aus?

Rezepte fürs Clean Eating müssen nicht kompliziert sein. Ein einfacher Tag sieht zum Beispiel so aus: pro Mahlzeit eine Basis aus unverarbeiteten Produkten, die du endlos variieren kannst.

  • Frühstück: Haferflocken mit Milch oder ungesüßter pflanzlicher Milch, frisches Obst und eine Handvoll Nüsse.
  • Mittagessen: Vollkornbrot oder ein Salat mit Ei, Avocado und viel Gemüse.
  • Abendessen: Naturreis mit Fisch oder Hülsenfrüchten und der halbe Teller voller Gemüse.
  • Zwischendurch: Obst, Knabbergemüse, ungesalzene Nüsse oder Naturjoghurt.

Möchtest du in diese Mahlzeiten etwas mehr Eiweiß einbauen, ohne zu verarbeiteten Produkten zu greifen, wirf einen Blick auf unsere Übersicht 7x eiweißreiches Gemüse.

Passen Nahrungsergänzungsmittel zu Clean Eating?

Ja, sofern du an sie denselben Maßstab anlegst wie an den Rest deiner Einkäufe: eine kurze, verständliche Zutatenliste ohne unnötige Zusätze. Ein biologisches Whey Protein Naturel besteht zum Beispiel aus nur einer Zutat (biologischem Molkeneiweiß) und passt damit bestens in eine Clean-Eating-Ernährung; wer sich pflanzlich ernährt, findet denselben Ansatz in unserem veganen Proteinpulver wieder.

Eiweiß ist für viele Menschen der logische Startpunkt, gerade beim Sport oder bei einer überwiegend pflanzlichen Ernährung. Die Angabe „Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei“ ist in der EU offiziell zugelassen (Liste zugelassener gesundheitsbezogener Angaben, Verordnung (EU) Nr. 432/2012, bewertet von der EFSA). Gleichzeitig bleibt ein Nahrungsergänzungsmittel genau das, was das Wort sagt: eine Ergänzung zu echten Mahlzeiten, kein Ersatz dafür.

Was sind die Fallstricke beim Clean Eating?

Der größte Fallstrick ist, es zu übertreiben: Essen wird dann zu einer Liste aus Geboten und Verboten, statt zu etwas, das dich nährt und woran du Freude hast. Ernährung muss nicht perfekt sein, um gesund zu sein.

  • Denk nicht in „gutem“ und „schlechtem“ Essen. Ein Stück Kuchen macht eine Ernährung nicht ungesund, genauso wenig wie ein Salat sie gesund macht. Der Durchschnitt über mehrere Wochen zählt.
  • Tiefkühlware und Konserven sind völlig in Ordnung. Tiefkühlgemüse wird kurz nach der Ernte eingefroren und ist dadurch oft genauso nährstoffreich wie frisches. Prüfe nur auf zugesetztes Salz, zugesetzten Zucker oder Soße.
  • Teuer muss es nicht sein. Hülsenfrüchte, Haferflocken, Eier und Gemüse der Saison gehören zu den günstigsten Produkten im Supermarkt.
  • Bleib realistisch. Sich komplett unverarbeitet zu ernähren, ist für die meisten Menschen nicht machbar und auch nicht nötig. Weniger stark Verarbeitetes ist schon ein Gewinn.

Häufig gestellte Fragen zu Clean Eating

Ist Clean Eating dasselbe wie biologisch essen?

Nein. Bio sagt etwas darüber aus, wie Lebensmittel erzeugt werden (kontrollierter Anbau nach dem europäischen Bio-Siegel), Clean Eating darüber, wie stark sie verarbeitet sind. Ein Bio-Keks bleibt ein Keks, und konventioneller Brokkoli ist einfach unverarbeitet. Beides lässt sich natürlich prima kombinieren.

Kann man mit Clean Eating abnehmen?

Clean Eating ist keine Abnehmmethode. Ob sich dein Gewicht verändert, hängt von deiner gesamten Energiezufuhr und deinem Energieverbrauch ab. Allerdings streichst du bei dieser Ernährungsweise automatisch viele Produkte mit zugesetztem Zucker, was es dir deutlich leichter macht, den Überblick über deine Ernährung zu behalten.

Wie viele Zutaten darf ein Clean-Produkt enthalten?

Dafür gibt es keine offizielle Grenze. „Maximal fünf Zutaten“ ist eine Faustregel, um stark verarbeitete Produkte schnell zu erkennen, kein wissenschaftlicher Maßstab. Ein Produkt mit acht erkennbaren Zutaten kann gut passen, eines mit drei nicht erkennbaren nicht.

Ist Tiefkühlgemüse clean?

Ja. Gemüse für die Tiefkühltruhe wird kurz nach der Ernte eingefroren, wodurch die Nährstoffe gut erhalten bleiben. Wähle die naturbelassene Variante ohne zugesetzte Soße, zugesetzten Zucker oder Salz.

Selbst loslegen

Möchtest du deine Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln ergänzen, die denselben Test bestehen? Dann schau dir unsere Proteinpulver an: kurze Zutatenlisten und keine unnötigen Zusätze. So weißt du, genau wie beim Rest deiner Einkäufe, ganz genau, was du zu dir nimmst.

Über den Autor

Lars Blom

Lars Blom ist Spezialist für Nahrungsergänzungsmittel und Gründer von Ekopura, einem niederländischen Familienunternehmen, das sich auf nachhaltige, biologische und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel spezialisiert hat. Seit 2015 ist er täglich an der Entwicklung, Zusammensetzung und Qualitätskontrolle von Nahrungsergänzungsmitteln beteiligt.

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