Ein Protein-Marmorkuchen ist ein Vanille-Schoko-Marmorkuchen mit zwei Messlöffeln Proteinpulver im Teig. Du backst ihn in etwa 55 bis 60 Minuten bei 165 Grad. Unten findest du das komplette Rezept sowie Antworten auf die häufigsten Fragen: wie du eine pflanzliche Variante machst, wie du den Kuchen aufbewahrst und einfrierst, wie viel Eiweiß in einer Scheibe steckt und warum ein Kuchen manchmal zusammenfällt.
Was ist ein Protein-Marmorkuchen?
Das ist im Grunde ein klassischer Butterkuchen in zwei Farben: Du teilst den Teig auf, mischst Kakaopulver unter einen Teil und gibst beide Teigsorten abwechselnd in die Form. Das sorgt für den Marmoreffekt. Das Proteinpulver kommt einfach mit in den Grundteig.
Das Grundrezept ist bewusst einfach gehalten, was es zu einer guten Ausgangsbasis zum Variieren macht. Das Proteinpulver hat zwei Funktionen: Es fügt dem Kuchen Eiweiß hinzu und macht die Struktur etwas fester, da das Pulver Feuchtigkeit aufnimmt und weniger elastisch ist als Mehl. Wenn du zuerst wissen möchtest, was Proteinpulver genau ist und welche Vorteile es hat, lies die Vorteile von Proteinpulver.
Was brauchst du?
Für einen Kuchen in einer normalen Kastenform brauchst du die folgenden Zutaten. Das reicht für etwa 10 bis 12 Scheiben.
- 200 Gramm Mehl
- 1 Teelöffel Backpulver
- 1 Prise Salz
- 200 Gramm Butter, bei Zimmertemperatur
- 200 Gramm Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 4 Eier (oder 2 reife Bananen, püriert)
- 2 Esslöffel Milch oder ein pflanzliches Getränk
- 2 Esslöffel Kakaopulver
- 2 Messlöffel Ekopura Proteinpulver: Natur-Whey oder ein pflanzliches Proteinpulver mit Vanillegeschmack
Wenn du ein Proteinpulver mit Vanillegeschmack verwendest, kannst du den Vanillezucker ruhig beibehalten; das Aroma wird dann etwas voller. Wenn du Natur-Whey wählst, bleibt der Vanillezucker der Geschmacksträger.
Wie backst du den Protein-Marmorkuchen?
Zuerst machst du einen Grundteig, nimmst davon ein Drittel für den Schokoladenteil ab und gibst beide Schichten abwechselnd in die Form. Schritt für Schritt geht das so:
- Heize den Backofen auf 165 Grad vor. Fette die Kastenform mit Butter ein und bestäube sie mit etwas Mehl.
- Vermische in einer Schüssel das Mehl, das Backpulver und das Salz und stelle die Mischung beiseite.
- Verrühre in einer zweiten Schüssel die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker zu einer luftigen Masse.
- Füge die Eier nacheinander hinzu und verrühre den Teig glatt. Wenn du Bananen verwendest, püriere sie zuerst und hebe sie in zwei Portionen unter.
- Gib die Mehlmischung nach und nach hinzu und verrühre alles, bis es gerade so untergemischt ist.
- Füge zum Schluss die Milch und das Proteinpulver hinzu und verrühre alles kurz zu einem luftigen Teig.
- Gib ein Drittel des Teigs in eine separate Schüssel und rühre dort die 2 Esslöffel Kakaopulver unter.
- Gib den Vanilleteig und den Schokoladenteig abwechselnd in die Form und schließe mit einer Schicht Vanilleteig ab.
- Backe den Kuchen 55 bis 60 Minuten. Steche mit einem Holzspieß in die Mitte: Kommt er sauber heraus, ist der Kuchen fertig.
- Lass den Kuchen 5 Minuten in der Form stehen, stürze ihn dann auf ein Kuchengitter und lass ihn vollständig abkühlen, bevor du ihn anschneidest.
Wie bekommst du einen schönen Marmoreffekt?
Gib die beiden Teigsorten schichtweise in die Form und ziehe einmal mit einem Messer oder einem Holzspieß in einer S-Bewegung hindurch. Mehr Rühren bedeutet weniger Marmorierung.
Der Grund ist einfach: Das Muster entsteht dadurch, dass die beiden Teigsorten nebeneinander liegen bleiben, anstatt sich zu vermischen. Jede zusätzliche Rührbewegung vermischt sie weiter, bis du am Ende einen einheitlichen, hellbraunen Kuchen hast. Arbeite deshalb mit großzügigen Löffeln statt mit dünnen Strängen und beschränke dich auf diese eine Bewegung durch den Teig.
Tipps und Variationen
- Rühre den Teig nach dem Hinzufügen des Mehls nicht länger als nötig. Mehl bildet beim Rühren Gluten, und zu viel Gluten macht den Kuchen zäh statt locker.
- Ersetze das Fett nicht durch fettfreie Alternativen wie Apfelmus. Fett hält Feuchtigkeit in der Krume und verhindert, dass der Kuchen trocken wird, gerade mit Proteinpulver im Teig.
- Füge dem Schokoladenteil eine Handvoll gehackte Zartbitterschokolade oder Walnüsse hinzu, für extra Biss.
- Ein Teelöffel Espressopulver im Schokoladenteig macht den Kakaogeschmack voller.
- Wenn du den Kuchen etwas weniger süß möchtest, nimm 150 Gramm Zucker. Unter dieser Menge verändert sich auch die Struktur, denn Zucker bindet Feuchtigkeit und hält die Krume weich.
Wann isst du ein Stück?
Dieser Kuchen passt zum Kaffee, als Frühstück mit etwas Quark oder Joghurt dazu oder als Snack rund ums Training. Da du ihn in Scheiben schneidest, hast du sofort eine handliche Portion.
Ein Stück lässt sich leicht für unterwegs oder die Brotdose einpacken. Willst du wissen, wie viel Eiweiß du pro Tag brauchst? Rechne es dir aus in wie viel Eiweiß du pro Tag brauchst.
Variationen
Diese Kombinationen funktionieren genauso gut mit einem Löffel Proteinpulver im Grundteig:
- Komplett Schokolade Lass die Vanilleschicht weg und mische die zwei Esslöffel Kakao unter den gesamten Teig, für einen Kuchen, der ganz aus Schokolade besteht.
- Schokolade mit Banane Ersetze die Eier durch zwei pürierte reife Bananen; die Krume wird dadurch etwas feuchter und von selbst süßer.
- Schokolade mit Haferflocken Ersetze die Hälfte des Mehls durch fein gemahlene Haferflocken, für eine festere, gehaltvollere Krume.
- Himbeeren Hebe eine Handvoll frische oder tiefgefrorene Himbeeren unter den Vanilleteig, kurz bevor er in die Form kommt.
- Heidelbeeren Wälze die Beeren zuerst leicht in etwas Mehl, so bleiben sie schön verteilt, statt auf den Boden zu sinken.
- Himbeeren und Heidelbeeren Kombiniere beide weichen Früchte; ein pflanzliches Proteinpulver mit Vanillegeschmack passt hier gut dazu.
- Kokos und Schokolade Ersetze zwei Esslöffel Mehl durch Kokosraspeln und garniere den abgekühlten Kuchen mit etwas Kokosraspeln.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine pflanzliche Variante machen?
Ja. Ersetze das Whey durch ein pflanzliches Proteinpulver, die Butter durch pflanzliche Back- und Bratbutter oder Kokosöl, die Milch durch ein pflanzliches Getränk und die Eier durch die 2 pürierten Bananen aus dem Rezept. Der Kuchen wird dann etwas kompakter und saftiger als mit Eiern, da Eier beim Backen gerinnen und so Luft einschließen; Bananen tun das nicht. Füge bei Bedarf einen halben Teelöffel Backpulver zusätzlich hinzu, um das auszugleichen.
Wie bewahre ich den Kuchen auf und kann ich ihn einfrieren?
Bewahre den Kuchen in einer luftdichten Dose auf. Bei Zimmertemperatur hält er sich etwa drei Tage, im Kühlschrank etwas länger, auch wenn er dort etwas fester wird. Einfrieren geht problemlos: Schneide den Kuchen zuerst in Scheiben, lege Backpapier dazwischen und friere sie ein. Eine Scheibe taut bei Zimmertemperatur in etwa einer Stunde auf, oder du erwärmst sie kurz im Ofen bei 150 Grad.
Wie viel Eiweiß steckt in einer Scheibe?
Das hängt davon ab, wie groß du die Scheiben schneidest und welches Proteinpulver du verwendest. Das Eiweiß in diesem Kuchen stammt aus den Eiern, dem Mehl und den zwei Messlöffeln Proteinpulver. Wenn du den Kuchen in 10 bis 12 Scheiben schneidest, kommst du grob auf 6 bis 9 Gramm Eiweiß pro Scheibe, bei der pflanzlichen Variante etwas weniger. Die genaue Menge pro Messlöffel findest du auf der Verpackung deines eigenen Proteinpulvers, denn sie variiert je nach Sorte und Geschmack.
Warum fällt mein Kuchen in der Mitte ein?
Meistens liegt das daran, dass der Kuchen zu früh aus dem Ofen kam oder dass die Ofentür zwischendurch offen war. Ein Kuchen geht durch Luft und die Gase aus dem Backpulver auf, und diese Luftblasen bleiben erst an ihrem Platz, wenn das Eiweiß aus den Eiern gestockt und die Stärke aus dem Mehl verkleistert ist. Geht die Tür auf, bevor diese Struktur fest ist, kühlt der Teig ab und die Blasen fallen wieder zusammen. Lass den Ofen also die ersten 45 Minuten geschlossen, prüfe danach mit einem Holzspieß und lass den Kuchen erst in der Form ruhen, bevor du ihn stürzt.
Selbst ausprobieren
Für dieses Rezept haben wir Ekopura Purely Natural verwendet, unser biologisches Natur-Whey-Proteinpulver ohne unnötige Zusätze. Wenn du lieber eine pflanzliche Variante oder ein Pulver mit Vanillegeschmack möchtest, findest du diese in der Proteinpulver-Kollektion. Weitere Rezepte zum Variieren findest du auf der Rezeptseite.